Kürbis Hokkaido auf 4 Arten: Suppe, Ofengemüse, Püree und Kuchen
Der Hokkaido-Kürbis ist der Star der Herbstküche. Er hat oranges, leicht nussiges Fruchtfleisch und vor allem eine essbare Schale, Sie müssen ihn also gar nicht schälen. Daraus lässt sich fast alles zubereiten, von der wärmenden Suppe über eine Beilage aus dem Ofen bis zum süssen Gebäck.
Wir zeigen vier bewährte Arten, den Kürbis zu verwenden: eine cremige Kürbissuppe, gebackenen Hokkaido als Beilage, ein vielseitiges Kürbispüree für den Vorrat und einen saftigen Kürbiskuchen mit Schokoladenglasur. Jedes Rezept gelingt auch ohne Vorkenntnisse und alle gehen von derselben Zutat aus.
Was Sie für die Zubereitung brauchen
Die Basis ist ein guter Hokkaido-Kürbis. Waschen Sie ihn unter fliessendem Wasser, schneiden Sie ihn auf und entfernen Sie mit einem Löffel Kerne und die faserige Mitte. Die Schale ist beim Hokkaido weich und nach dem Garen vollständig essbar, lassen Sie sie also dran. Schneiden Sie den Kürbis danach je nach Rezept in Spalten oder Würfel.
Die Gewürze richten sich danach, ob Sie süss oder herzhaft kochen. Für herzhafte Gerichte passen Salz, Pfeffer und Muskatnuss, dazu je nach Geschmack Ingwer, Knoblauch oder Chili. Für süsses Gebäck greifen Sie zu Zimt, Ingwer und Nelken, den klassischen Kürbisgewürzen.
Aus einem Kilogramm rohem Kürbis erhalten Sie rund 650 bis 700 g Püree, rechnen Sie beim Einkauf also entsprechend. Tiefgekühltes Püree in Portionen erleichtert das Backen über das ganze Jahr.
Kürbissuppe aus Hokkaido
Die cremige Kürbissuppe ist die beliebteste Art, den Kürbis zu verwenden. Sie ist in rund einer halben Stunde fertig, macht schön satt und wärmt von innen. Das Geheimnis des samtigen Geschmacks: eine Prise Muskatnuss und Rahm zum Schluss.
Zutaten: 500 g Hokkaido-Kürbis (geputzt), 2 EL Butter, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 6 dl Gemüse- oder Hühnerbouillon, 1,5 dl Vollrahm, Salz und Pfeffer, eine Prise Muskatnuss, 1 TL frisch geriebener Ingwer (optional). Zum Garnieren: Kürbiskerne, Kürbiskernöl, Sauerrahm.
Zubereitung:
- Die fein gehackte Zwiebel in Butter rund 5 Minuten glasig dünsten.
- Den in Würfel geschnittenen Kürbis dazugeben und kurz von allen Seiten mitbraten.
- Mit der Bouillon ablöschen, aufkochen und zugedeckt 15 bis 20 Minuten köcheln, bis der Kürbis ganz weich ist.
- Vom Herd nehmen, den durchgepressten Knoblauch dazugeben und mit dem Stabmixer glatt pürieren. Erst am Schluss zugegeben, bleibt der Knoblauch frischer im Geschmack.
- Den Rahm unterrühren, die Suppe kurz erwärmen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Nach Belieben mit Ingwer verfeinern.
- Mit Kürbiskernen, einem Spritzer Kürbiskernöl und einem Löffel Sauerrahm garniert servieren.
Gebackener Hokkaido-Kürbis
Der gebackene Kürbis ist eine schnelle, zuverlässige Beilage zu Fleisch und schmeckt auch für sich allein. Die Schale muss nicht geschält werden, sie wird beim Backen weich. Wichtig ist, die Stücke in einer Schicht zu verteilen, damit sie rösten und nicht dünsten.
Zutaten: 1 kleinerer Hokkaido-Kürbis (rund 800 g), 3 EL Olivenöl, 3 Knoblauchzehen, 1 TL Salz, Pfeffer, 1 bis 2 TL getrocknete Kräuter (Thymian, Oregano), eine Prise Chili (optional).
Zubereitung:
- Den Ofen auf 190 Grad vorheizen und ein Blech mit Backpapier auslegen.
- Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und in rund 1 bis 2 cm dicke Spalten schneiden. Die Schale dranlassen.
- Die Spalten mit Öl, durchgepresstem oder zerdrücktem Knoblauch, Salz, Kräutern und Pfeffer vermischen.
- In einer Schicht auf das Blech legen, ohne dass sich die Stücke überlappen.
- 25 bis 30 Minuten backen, dabei die Stücke einmal wenden, bis der Kürbis weich ist und die Ränder zu karamellisieren beginnen.
- Für eine schönere Farbe können Sie den Kürbis zum Schluss 3 bis 5 Minuten unter dem Grill fertig backen.
Kürbispüree für den Vorrat
Kürbispüree ist die Basis für Suppen, Saucen und süsses Gebäck. Im Ofen gebacken bekommt es einen kräftigeren Geschmack als gekocht und wird nicht so wässrig. Machen Sie gleich eine grössere Portion und frieren Sie sie in Portionen ein.
Zutaten: 1 kg Hokkaido-Kürbis (ergibt rund 650 bis 700 g Püree), 1 EL Öl (optional), eine Prise Salz oder Zimt je nach Verwendung.
Zubereitung:
- Den Ofen auf 180 Grad vorheizen.
- Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und in Spalten schneiden. Für süsses Püree ohne Salz lassen, für herzhafte Gerichte leicht salzen.
- Den Kürbis auf ein Blech legen und 30 bis 45 Minuten backen, bis er ganz weich ist.
- Den noch warmen Kürbis zu einem glatten Püree pürieren.
- Ist das Püree zu flüssig, lassen Sie es 30 bis 60 Minuten in einem sauberen Tuch abtropfen, damit überschüssiges Wasser austritt. Das ist vor allem fürs Backen wichtig.
- Das Püree im Kühlschrank 3 bis 5 Tage aufbewahren oder in Portionen von 100 bis 200 g bis zu 3 Monate einfrieren.
Kürbiskuchen mit Schokoladenglasur
Ein saftiger Kürbiskuchen mit Zimt ist das ideale Herbstgebäck. Der Kürbis macht den Teig geschmeidig, ist geschmacklich aber kaum präsent, den Ton geben Zimt und Ingwer an. Es genügt, den rohen Kürbis grob zu raspeln, ein Vorkochen ist nicht nötig.
Zutaten: 400 g grob geraspelter roher Hokkaido-Kürbis (oder 400 g Kürbispüree), 350 g Weissmehl, 180 g Zucker, 3 Eier, 1,5 dl Öl, 1,5 dl Milch, 1 Päckchen Backpulver (10 g), 1,5 TL gemahlener Zimt, 0,5 TL gemahlener Ingwer, eine Prise Muskatnuss, eine Prise Salz, 2 EL Kakao (optional). Glasur: 100 g Schokolade, 200 g Sauerrahm, 1 EL Butter.
Zubereitung:
- Den Ofen auf 180 Grad vorheizen und ein Blech fetten oder mit Papier auslegen.
- Die Eier mit Zucker schaumig schlagen, dann Öl und Milch unterrühren.
- Mehl mit Backpulver, Zimt, Ingwer, Muskatnuss, Salz und nach Wunsch Kakao mischen und unterrühren.
- Zum Schluss den geraspelten Kürbis unterheben und den Teig auf dem Blech verstreichen.
- 30 bis 35 Minuten backen, bis eine Stäbchenprobe in der Mitte sauber bleibt.
- Für die Glasur Schokolade mit Sauerrahm und Butter im Wasserbad glatt schmelzen.
- Den ausgekühlten Kuchen mit der Glasur übergiessen und fest werden lassen, erst dann anschneiden.
Hokkaido-Kürbisse wachsen auf vielen Schweizer Höfen gleich neben den Erdbeerfeldern und werden ab Spätsommer oft direkt ab Feld oder im Hofladen verkauft. Eine Übersicht aller Höfe finden Sie auf der Karte.
Aktualisiert: 22. August 2026