So funktioniert Erdbeeren selber pflücken, Schritt für Schritt
Selberpflücken ist einfach: Sie fahren zum Feld, pflücken die Erdbeeren selbst und bezahlen nach Gewicht. Die Beeren sind frischer und günstiger als im Laden, und für Kinder wird der Ausflug zum kleinen Abenteuer. So läuft ein Besuch normalerweise ab.
So läuft es auf dem Feld ab
- Bei der Ankunft melden Sie sich bei der Betriebsleitung oder am Stand an; eigene Gefässe werden häufig vorher gewogen, bevor Sie zu pflücken beginnen.
- Man zeigt Ihnen eine Reihe oder einen Feldabschnitt, wo gerade reife Beeren stehen.
- Sie pflücken reife, ganze rote Früchte mit Stiel; eine Erdbeere zum Probieren ist meist erlaubt, satt essen sollten Sie sich erst nach dem Wiegen und Bezahlen. Erdbeeren reifen nach dem Pflücken nicht mehr nach.
- Beim Ausgang wird die Ernte gewogen, und Sie bezahlen nach Preis pro Kilo.
Was Sie mitbringen sollten
- eigene Gefässe: Körbchen, Schalen oder Kisten (bei einer zu dicken Schicht werden die untersten Beeren zerdrückt); viele Höfe verkaufen oder verleihen auch Kistchen vor Ort,
- ein Zahlungsmittel: Bargeld und TWINT werden praktisch überall akzeptiert, Karten nur teilweise; an manchen Hofständen und Blumenfeldern gilt Selbstbedienung mit Vertrauenskasse,
- Sonnenhut und Wasser, das Feld bietet meist keinen Schatten,
- festes, wechselbares Schuhwerk, zwischen den Reihen wird es nach Regen schnell lehmig.
Was es kostet
Der Preis wird meist pro Kilo festgelegt. 2026 verlangen die meisten Höfe für Selberpflücken CHF 6.00 bis 7.00 pro Kilo, etwa CHF 6.00 bei Bigler in Richigen, CHF 6.50 bei Moos Erdbeeren in Neuendorf oder CHF 7.00 bei Schwaninger in Guntmadingen; der Erdbeerspass in Lömmenschwil staffelt den Preis je nach Menge von CHF 6.10 bis CHF 5.10. Bereits gepflückte Ware ab Hofladen kostet meist CHF 11.00 bis 12.00 pro Kilo. Einzelne Erlebnishöfe erheben zusätzlich einen Eintritt, zum Beispiel der Bächlihof in Jona (Heidelbeeren-Selbstpflücke) mit CHF 5.00 für Erwachsene und CHF 3.00 für Kinder, dort kosten die Beeren CHF 14.00 pro Kilo. Selberpflücken ist praktisch immer günstiger als fertig gepflückte Ware und deutlich günstiger als Erdbeeren im Laden. Aktuelle Preise der einzelnen Höfe finden Sie in der Übersicht Saison und Preise.
Wann es sich lohnt zu kommen
- Am Morgen, kurz nach der Öffnung: die grösste Auswahl an reifen Beeren und weniger Besucher.
- Werktags ist es meist ruhiger als am Wochenende.
- Nach dem Abpflücken der reifen Beeren schliesst ein Feld oft für ein bis zwei Tage, während die nächste Fuhre nachreift; prüfen Sie den Tagesstatus deshalb am besten direkt vor der Fahrt auf der Website oder auf Facebook und Instagram.
Gut zu wissen für den Besuch
Kinder sind auf den meisten Feldern herzlich willkommen und dürfen unter Aufsicht mitpflücken, das macht den Ausflug zum Familienerlebnis. Hunde sind dagegen aus Rücksicht auf die Kulturen meist nicht aufs Feld erlaubt, lassen Sie sie deshalb besser im Auto oder zu Hause. Neben Sonnenhut und Wasser lohnt sich zusätzlicher Sonnenschutz, die Reihen liegen meist offen in der Sonne, ohne schattige Bäume. An manchen Hofständen und auf Blumenfeldern läuft der Verkauf zusätzlich über eine Vertrauenskasse: Sie bedienen sich selbst und legen den passenden Betrag in die bereitstehende Kasse.
Einen Hof finden
Höfe in Ihrer Nähe finden Sie in der Übersicht nach Region, zum Beispiel im Kanton Bern, im Kanton Aargau oder im Kanton Zürich, sowie auf der Karte aller Höfe mit dem Button “Höfe in meiner Nähe”. Wann welcher Hof öffnet, erfahren Sie im Überblick Wann beginnt die Erdbeersaison, und wer nach den Erdbeeren weiterpflücken möchte, findet bei Kirschen und den Blumenfeldern weitere Selbstpflück-Angebote.
Aktualisiert: 22. August 2026